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1Password Review

Jeder kennt sicher das Problem, dass man für die verschiedensten Dienste ein Passwort oder andere Zugangsdaten benötigt. Die Anzahl der Passwörter nimmt also irgendwann überhand, da es nicht besonders schlau ist, für jeden Dienst das gleiche Passwort zu verwenden. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, gibt es sogenannte Passwortmanager um seine Daten zu verwalten. Ich habe mich selbst lange dagegen gewehrt solch eine App einzusetzen, aber wenn man es einmal hat, möchte man es auch nichtmehr hergeben. Da Tobi vor Kurzem bereits ein Review über iPIN geschrieben hat möchte ich euch noch 1Password vorstellen, da ich es selber im Einsatz habe. 1Password für iOS ist für 16€ im AppStore  erhältlich. Beim ersten Einrichten der App wird man zunächst nach einem Master-Passwort gefragt, das man verwenden möchte, um alle seine Daten zu verschlüsseln. Dieses Passwort sollte natürlich so sicher wie möglich gewählt werden. Wenn man 1Password anschließend neu öffnet, sieht man den folgenden Sperrbildschirm.

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Nachdem man das Passwort eingegeben und somit den Zugriff auf die Passwörter erlangt hat, sperrt die App sich nach einer bestimmten Zeit selbst, um zu verhindern, dass die Daten dauerhaft einsehbar sind. Diese Sperrung geschieht auch, wenn auf dem iPad zwischen verschiedenen Apps gewechselt wird. Um zu vermeiden das man jedes Mal, wenn man gerade am iPad arbeitet, das gesamte und unter Umständen sehr lange Master-Passwort eingeben muss, ist es möglich eine Pin zur schnellen Entsperrung zu konfigurieren. Diese Pin ist vierstellig und erlaubt das relativ zügige Entsperren der Anwendung. Das Zeitfenster, in dem das Entsperren per Pin möglich sein soll, kann ebenfalls selbst konfiguriert werden. Diese Einstellungen können in den Einstellungen unter Sicherheit vorgenommen werden.

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Um nun ein Passwort oder ähnliche Informationen in 1Password zu Speichern muss man sich wie im nächsten Bild zu sehen für eine Kategorie entscheiden.

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In diesem Fall ist die Kategorie Login zu sehen. Man hat nun die Möglichkeit einen Namen zu vergeben, um den Eintrag später wieder finden zu können. Es ist auch möglich noch weitere spezifische Abschnitte hinzuzufügen, um weitere Details eintragen zu können.

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Alle vorgenommenen Einträge werden nach dem speichern alphabetisch oben in einer Leiste sortiert. Des Weiteren ist es möglich, sich Favoriten mit den am häufigsten benutzten Daten anzulegen.

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Wenn man die Datenbank fertig angelegt hat, ist es möglich seine Passwörter mit iCloud oder Dropbox zu synchronisieren, um auf allen seinen Endgeräten und von überall darauf zugreifen zu können. Die Daten werden dabei verschlüsselt in der Cloud abgelegt. Wer diesen Weg trotzdem für zu riskant hält, kann die Passwortdatenbank auch lokal per iTunes synchronisieren.

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Die gesamte Keychain kann außerdem auf jedem beliebigen Medium wie einem USB-Stick abgelegt und lokal geöffnet werden. Das Bearbeiten der Daten ist auf diesem Weg allerdings nicht möglich. 1Password hat außerdem ein meiner Meinung nach sehr nützliches Feature eingebaut. Es handelt sich dabei um einen integrierten Passwortgenerator, mit dem beim Anlegen von Zugangsdaten direkt ein sicheres Passwort generiert werden kann.

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Man hat dabei die Wahl zwischen einem sehr kryptischen Passwort mit Ziffern, Sonderzeichen und Buchstaben oder einem aussprechbaren Passwort, dessen Elemente durch Bindestriche voneinander getrennt sind. Außerdem kann man die gewünschte Länge des Passwortes und noch weitere Details einstellen. Die kryptografische Sicherheit des so generierten Passwortes wird mit einem Balken der die Farbe entsprechen von Rot nach Grün wechselt ebenfalls angezeigt.

Um nun seine Passwörter auf dem iPad zu verwenden um z.B. ein Formular im Internet auszufüllen hat man zwei Möglichkeiten. Entweder man öffnet 1Password und kopiert sich das Passwort in die Zwischenablage um es dann in die entsprechende Textbox wieder einzufügen, oder man benutzt den in 1Password integrierten Browser. Beim Kopieren in die Zwischenablage ist zu beachten, dass das kopierte Passwort aus Sicherheitsgründen nur für eine bestimmte Zeit zur Verfügung steht. Diese Zeit kann ebenfalls selbst eingestellt werden. Wenn der integrierte Browser verwendet wird, kann 1Password die benötigten Login-Daten automatisch eintragen. Diese Möglichkeit ist zwar gemütlicher, aber nicht jeder möchte auf diesen Browser zurückgreifen. Ein Plugin für Safari ist leider aus technischen Gründen nicht verfügbar.

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Insgesamt muss ich sagen, dass ich mit 1Password sehr zufrieden bin. Allerdings bin ich auch der Meinung, für weniger Geld von anderen Anbietern einen gleichwertigen Funktionsumfang bekommen zu können. Eine Alternative zu 1Password hat Tobi in seinem Review zu iPIN ja schon vorgestellt. Möchte man seine Passwörter auch auf dem Mac oder unter Windows bearbeiten, muss man sich das Programm für weitere 44,99€ kaufen. Das ist ein sehr stolzer Preis, den auch ich noch nicht usgeben wollte. Um seine Passwörter sauber zu verwalten, reicht die iOS App aber auch locker aus.

reini
Gelegenheitsblogger, Technik- und Applefanboy...www.danielreinbold.com
reini
@BeateKowalski 😂 - 1 Jahr ago
reini

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